Methodenleitfaden

Photogrammetrie für die digitale Vermessung

Von überlappenden Bildern zum geometrischen Modell: Planung, Maßstab, Georeferenzierung und Grenzen der Rekonstruktion.

Ausgangspunkt ist die Fragestellung des Projekts, nicht die Anzahl verfügbarer Instrumente. Ziele, Aufnahmebedingungen und Kontrollen müssen gemeinsam festgelegt werden.

Vorhandene LiDAR-/Photogrammetrie-Missionsplanung, kein Genauigkeitsergebnis.
Vorhandene LiDAR-/Photogrammetrie-Missionsplanung, kein Genauigkeitsergebnis.

Rekonstruktion aus Bildern

Photogrammetrie leitet Geometrie durch den Vergleich von Punkten in überlappenden Bildern ab. Kamerapositionen und Oberflächeneigenschaften beeinflussen die Rekonstruktion: Eine Fotoreihe ist nicht automatisch eine metrische Vermessung.

Das Projekt dokumentiert photogrammetrische Planung; neue Fälle oder Leistungszahlen werden nicht hinzugefügt. Die Verfahrenswahl hängt vom Objekt, zugänglichen Perspektiven und erforderlichen Ergebnissen ab.

Abdeckung und Beobachtungen planen

Überlappung, unterschiedliche Blickrichtungen, Bildschärfe und Beleuchtung müssen die Punktzuordnung unterstützen. Gleichförmige, repetitive, glänzende oder transparente Oberflächen können die Zuordnung mehrdeutig oder unvollständig machen.

Verdeckungen bleiben eine Grenze: In Bildern unsichtbare Flächen werden durch Verarbeitung allein nicht zu verlässlichen Messungen. Ergänzende Ansichten werden geplant oder Lücken angegeben.

Maßstab, Bezugssystem und Kontrollen

Das Modell benötigt einen zum Projekt passenden Maßstab und eine entsprechende Positionierung. Vermessungsreferenzen und unabhängige Kontrollen prüfen die Geometrie; visuelle Plausibilität bestätigt keine metrische Richtigkeit.

Punkte zur Festlegung des Modells und Prüfpunkte müssen unterscheidbar bleiben. Die Dokumentation beschreibt geprüfte Bereiche, Verarbeitung und nutzungseinschränkende Bedingungen.

Photogrammetrie und LiDAR: unterschiedliche Daten

Photogrammetrie beruht auf Bildern und der Zuordnung gemeinsamer Merkmale; LiDAR misst Laserdistanzen. Beide erfordern Georeferenzierung und Kontrollen, reagieren jedoch unterschiedlich auf Oberflächen, Sichtbarkeit und Aufnahmebedingungen.

Die Integration kann Geometrie und visuelle Informationen verbinden, wenn die Datensätze im selben Bezugssystem verglichen werden. Modelle und Orthofotos sollten nutzungsbezogen festgelegt werden, ohne automatisch Vollständigkeit oder Genauigkeit zu versprechen.

Weiterführende Leitfäden

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Häufige Fragen

Genügen Fotos für eine metrische Vermessung?
Nein. Geplante Aufnahme, Maßstab, Bezugssystem und Kontrollen sind erforderlich.
Ist es mit LiDAR gleichzusetzen?
Nein. Die Prinzipien und qualitätsbeeinflussenden Bedingungen unterscheiden sich.
Was begrenzt die Rekonstruktion?
Verdeckungen, ungeeignete Bilder und Oberflächen ohne erkennbare Merkmale können Lücken und Mehrdeutigkeiten verursachen.

Welche Informationen benötigt Ihr Projekt?

Beschreiben Sie das Ziel, die örtlichen Randbedingungen und die benötigten Ergebnisse, damit eine geeignete Untersuchungsstrategie bewertet werden kann.

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